Hide & seek.

Ich weiß, dass er mir nicht guttut. Desto weniger ich ihn und den Rest seiner Familie sehe und höre, desto besser für mich. Ich ertrag es nicht mehr! Er im Rollstuhl, leerer Blick. Ich sag's ja: wie im Horrorfilm. Es rennt hinter dir her, holt dich ein und frisst dich irgendwann. Hide and seek. Du kannst dich nicht verstecken.... Nachts dann Albträume. Schweißgebadet aufgestanden. Scheisse man! Es läuft cro im Radio. Ich fange an zu heulen. Er sing:"bye bye bye bye meine Liebe des Lebens. Ja wir beide werd'n uns nie wieder sehn. Kann schon sein, dass man sich im Leben zweimal begegnet - und es beim zweiten Mal dann einfach zu spät ist...." Heul heul heul. Und ich bin nun wirklich keine heulsuse. Gut, wieder halbwegs beruhigt. Zu Hause dann mein alkoholkranker Vater. Er trinkt. Ouzo. Streitet alles ab. Latent agressiv. Schwierige Kommunikation. Zwischen Hass auf ihn und Mitleid. Dann finde ich dummerweise bei der Suche nach einem Fotoalbum meiner Oma (sie wird bald 85 und feiert fett; brauche noch Fotos aus der Kindheit und Jugend für eine "Zeitung zum Geburtstag") - das Tagebuch meiner verstorbenen Mutter. Alles doch ein wenig zu viel für mich. Alles so im Gesamtpaket. Jeder Fall für sich schon schwierig, aber beides zusammen fickt dich ins Knie. Tränen, traurig, Melancholie. Die eigene Mutter kann nichts und niemand ersetzen. Sie fehlt immer! Egal um was es geht. Und dann fühlt man sich an so einem Scheiss traurigen Sonntag einfach Scheisse traurig und einsam. Fuck. Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus. Aber heute ist einfach nur ein Tag zum Heulen. Mama, ich liebe dich! ❤️

21.6.15 23:05

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